Vielfältige Mitmachangebote beim Gesundheitstag

Angebote zur Gesundheitsförderung und Prävention, das Thema Bewegung und Kontakte zu Selbsthilfegruppen in der Region standen im Mittelpunkt des Gesundheitstages, den das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Alzey-Worms organisiert hatte. Reges Interesse der zahlreichen Besucherinnen und Besucher weckten die Informationsstände und Mitmachangebote im Foyer des Gesundheitsamtes, ein Parcours im Außenbereich bot Kindern ein spielerisches Bewegungsangebot.

„Wir haben viele Möglichkeiten, etwas für unsere Gesundheit zu tun. Dieser Tag soll dafür sensibilisieren, die Themen Gesundheit und Prävention ernst zu nehmen. Der Tag will auch dazu motivieren, Eigenverantwortung zu übernehmen und aktiv etwas für das eigene Wohlbefinden zu tun“, erklärte Landrat Heiko Sippel. 

Unter dem Motto „Vielfalt für Gesundheit“ präsentierte das Gesundheitsamt seine ganze fachliche Vielfalt mit einer bunten Angebotspalette für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger des Landkreises. Mitarbeitende des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes stellten mit einem Bewegungsparcours in den Räumen des Gesundheitsamtes sowie im Außenbereich niedrigschwellige Gleichgewichts- und Koordinationsübungen vor. Das Team lud außerdem mit einer pädagogischen Spielkiste zum Austausch ein. Ergänzt wurden die Angebote mit verschiedensten Möglichkeiten zur Prävention. Das Team Hygiene informierte über effektive Händedesinfektion mit Schwarzlichtkontrolle. Ärztinnen und Ärzte des amtsärztlichen Dienstes informierten über die AIDS- Sprechstunde, welche wöchentlich in Alzey und Worms kostenlose und anonyme Tests auf HIV, Hepatitis und Syphilis anbietet. Die Ärztinnen und Ärzte standen zudem für eine Gesundheitsberatung inklusive Blutdruckmessung bereit. Auch der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes, Anlaufstelle für Menschen in psychischen Krisen oder mit Suchterkrankungen, deren Angehörige und Interessierte, war mit einem Info-Stand vertreten.

Landrat Sippel betonte: „Der Gesundheitstag soll zeigen, wie einfach und sinnvoll es ist, Vorsorge zu treffen.“ Dabei wies Sippel auf die Wanderausstellung der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz e. V. (LZG) zum Thema familiärer Darmkrebs hin. Diese kann im Gesundheitsamt bis 8. April innerhalb der Öffnungszeiten besucht werden. Da Menschen, deren direkte Verwandte an Darmkrebs erkrankt sind, ein erhöhtes Risiko haben, ist präventives Handeln hier besonders wichtig. Der Chefarzt für Innere Medizin des Kreiskrankenhauses Alzey, Dr. Jan-Peter Linke, zeigte anhand eines Dummies, wie eine Darmspiegelung abläuft, um Besucherinnen und Besuchern die Angst vor wichtigen Vorsorgeuntersuchungen zu nehmen. 

Neben dem Gesundheitsamt und dem Kreiskrankenhaus präsentierten die LZG und das Mehrgenerationenhaus Alzey ihre hilfreichen Angebote. Über ihr breit gefächertes Programm im Bereich Gesundheit informierte die Kreisvolkshochschule, zu dem etwa Yoga- und Kochkurse zählen. Die Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit (LAGZ) stellte Informationen rund um das Thema Zahngesundheit vor und demonstrierte anhand eines Kiefermodells Zahnputztechniken für die Kleinsten. Die Stefan-Morsch-Stiftung informierte über Stammzellenspenden und Typisierungsaktionen und die AIDS-Hilfe Mainz bot Informationen rund um das Thema HIV. 

Bei einer Fahrt auf dem „Smoothie-Fahrrad“ der AOK konnte man mit eigener Muskelkraft einen Mixer in Bewegung setzen und ein erfrischendes und gesundes Getränk zubereiten. Die Krankenkasse IKK Südwest bot Interessierten eine Analyse der Körperzusammensetzung an. 

Gesprächsmöglichkeiten mit Selbsthilfegruppen und regionalen Initiativen bildeten einen weiteren Schwerpunkt. Die Diakonie präsentierte sich gemeinsam mit Selbsthilfegruppen an einem Infostand. Der Wir-sind-Selbsthilfe-Bus bot Infos zu Möglichkeiten der Selbsthilfe und zur Kontaktstelle für Information und Selbsthilfe Mainz (KISS). Die Mitarbeitenden beraten individuell zu Angeboten für alle Altersgruppen, etwa zu Themen wie Depression, Sucht oder ADHS. 

Die Leiterin des Gesundheitsamtes Alzey-Worms, Berit Kohlhase-Griebel, freute sich über das Interesse der Besucherinnen und Besucher und betonte, dass präventives Handeln an Bedeutung gewinne.