„Ehrenamt ist Herzenssache“
„Nur wenn der Staat das Ehrenamt weiterentwickelt und fördert, kann dieses erfolgreich gedeihen“, betonte Sippel, der die wichtigsten Stationen der vielfältigen Tätigkeitsbereiche der Geehrten Revue passieren ließ.
Umfangreiches Engagement für seine Heimatgemeinde Gau-Weinheim zeichnet das Wirken von Jens Ullrich aus. Für den Sportverein TuS1883 Gau-Weinheim e.V. nimmt er als jahrzehntelanges Mitglied eine aktive Rolle ein und unterstützt die Vorstandsarbeit tatkräftig. Auch bei den jährlich stattfindenden Dorffesten setzt er sich ein. „Durch das aktive Mittun im Vereinsleben, wie es Jens Ullrich seit vielen Jahren praktiziert, wird der Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde gestärkt und den jungen Menschen im Dorf ein Gefühl der Identität und Gemeinschaft vermittelt“, betonte Landrat Sippel. Darüber hinaus ist der Geehrte ein engagiertes Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Gau-Weinheim und setzt sich seit 2022 zudem als Erster Vorsitzender des Fördervereins ein. Auch im Reservistenverein Undenheim leistet Jens Ullrich einen bedeutenden Beitrag zur Kameradschaft und Traditionspflege und fungiert hier seit 2012 als stellvertretender Vorsitzender.
Auf ein jahrzehntelanges vorbildliches Engagement insbesondere für Senioren und erkrankte Menschen blickt Erika Acker zurück. Von 1996 bis 2020 besuchte die Geehrte wöchentlich das ehemaligen DRK-Krankenhaus in Alzey und erfüllte den Patienten auf der Palliativstation und der chirurgischen Station musikalische Liedwünsche. Darüber hinaus ist Erika Acker seit Jahrzehnten auch ehrenamtlich im Haus Michael und im Haus Tabea tätig. Bereits seit 1966, als damals junge Lehrerin, begleitete sie dort am Piano die evangelischen Gottesdienste und organisiert bis heute insbesondere im Haus Tabea die Klavierbegleitung für die Gottesdienste. Nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben engagierte sich Erika Acker zudem gemeinsam mit ihrem Ehemann für eine diakonische Einrichtung der Behindertenhilfe als „Hauseltern“ und übernahm auch Stadtführungen in Alzey. „Das soziale und gesellschaftliche Engagement von Erika Acker ist bemerkenswert. Mit ihrem Engagement und ihrer Nächstenliebe ist sie ein verdientes gesellschaftliches Vorbild“, dankte Landrat Sippel.
Umfassender ehrenamtlicher Einsatz prägt auch die Vita von Karl-Heinz Andresen. „Tennis, Musik und Politik sind Ihre Passion und zeichnen Ihr großartiges Engagement aus“, betonte der Kreischef. Seit vielen Jahrzehnten engagiert sich Karl-Heinz Andresen in außergewöhnlicher Weise und hat durch sein Wirken große Verdienste um das Gemeinwesen insbesondere in der Verbandsgemeinde Wörrstadt erworben. Als langjähriges Mitglied im Tennisclub war und ist er in verschiedenen Funktionen tätig und hat wesentlich zur Entwicklung und Förderung des Tennissports in der Region beigetragen. Darüber hinaus ist der Wörrstädter seit vielen Jahren kommunalpolitisch aktiv und bringt sich in unterschiedlichen Gremien der VG Wörrstadt ein. Auch mit seinem Engagement für den Kulturkreis und den Arbeitskreis „Das Leben der jüdischen Gemeinde in Wörrstadt“, der Gründung des Stadtfestes und des Stadtarchivs sowie der Übernahme von Führungen durch das alte Wörrstadt leistet Karl-Heinz Andresen einen sehr wertvollen Beitrag für die Allgemeinheit. Mit der Kult-Band „Familiy“ hat Karl-Heinz Andresen als Sänger, Chef und Gründungsmitglied 50 Jahre lang die Tanzmusik in Rheinhessen mitgestaltet.
Ein Aktivposten in ihrer Heimatgemeinde Wahlheim ist Hedwig Pfannebecker. Seit mehr als 50 Jahren engagiert sie sich unermüdlich für das gute Miteinander im Dorf und ist auch heute noch aktiv. Sie hat immer ein offenes Ohr für die Menschen in Wahlheim und setzt sich mit Herzblut und großer Leidenschaft ein. Die Beteiligung bei der Gründung des Landfrauenvereins und des Landfrauenchors Wahlheim sowie das Engagement als Vorsitzende des Landfrauenvereins über 20 Jahre hinweg, die Organisation einer Spendenaktion für die neue Orgel, die Bepflanzung der Blumenkübel des Wahlheimer Friedhofs seit vielen Jahren und die Gründung und Organisation des Bürgertreffs sind einige ihrer zahlreichen Aktivitäten. „Mit diesem Engagement bereichert Hedwig Pfannebecker das Leben der Menschen in ihrer Heimatgemeinde Wahlheim entscheidend“, dankte Landrat Sippel für das Geleistete.
Auf ein jahrzehntelanges großartiges Engagement für den Turnverein Gimbsheim blickt Cornelia Heller zurück. Seit über 50 Jahren aktives Mitglied des Turnverein 1848 e.V., ist sie seither tragende Säule der Abteilung „Kinderturnen“. Dabei fungiert die Geehrte nicht nur als Übungsleiterin, sondern auch als Leitung der Abteilung „Kinderturnen“ und gestaltet als Zweite Vereinsvorsitzende die Vereinsarbeit maßgeblich mit. Darüber hinaus moderiert Cornelia Heller Konzerte des Blasorchesters und bringt sich tatkräftig in das kommunalpolitische Geschehen der Altrheingemeinde ein. „Diese zahlreichen Leistungen für die Gesellschaft sind sehr wertvoll und vorbildlich“, betonte Landrat Sippel und dankte herzlich für das großartige Engagement über Jahrzehnte hinweg.
Eine prägende Persönlichkeit im Vereinssport der TSG 1896/1920 Weinheim e.V. - und aus diesem längst nicht mehr wegzudenken - ist seit vielen Jahrzehnten Willy Stoll. „Seit seinem Eintritt in den Verein im Jahr 1976 steht er beispielhaft für Engagement, Verlässlichkeit und gelebten Gemeinschaftssinn“, so Landrat Sippel. Schon früh übernahm der Geehrte Verantwortung und widmete sich mit großem Einsatz der Förderung junger Menschen. In seiner Funktion als (stellvertretender) Jugendleiter begleitete er über viele Jahre hinweg zahlreiche Kinder und Jugendliche auf ihrem fußballerischen Weg und prägte Generationen von Spielerinnen und Spielern - nicht nur sportlich, sondern auch menschlich.
Ob bei Turnieren, Mannschaftsfreizeiten oder im Trainingsbetrieb: Willy Stoll ist stets präsent und eine verlässliche Konstante im Vereinsleben. Mit großem Verantwortungsbewusstsein sorgt er für den sicheren Transport der Jugendlichen zu Auswärtsspielen und packt überall dort mit an, wo Hilfe benötigt wird. Besonders hervorzuheben ist seine Bereitschaft, auch die oft unsichtbaren, aber unverzichtbaren Aufgaben zu übernehmen - so kümmert er sich seit vielen Jahren um das Waschen der Trikots und trägt mit großem persönlichem Einsatz zur Organisation und Durchführung von Veranstaltungen bei, die der Vereinskasse zugutekommen. Darüber hinaus bringt er sich aktiv in die Organisation von Dorffesten ein und stärkt so das gesellschaftliche Miteinander über den Verein hinaus. „Als sichtbares Zeichen der Anerkennung und Dankbarkeit wurde ihm zu Ehren durch die Spieler der Sportplatz der TSG Weinheim in „Willy-Stoll-Arena“ benannt - eine besondere Würdigung für einen Menschen, der den Verein über Jahrzehnte hinweg mit Herzblut, Tatkraft und unermüdlichem Einsatz geprägt hat“, so der Kreischef: „Sein Wirken ist ein Vorbild und eine Inspiration - für den Verein, für die Gemeinschaft und für kommende Generationen.“
VG-Bürgermeister Steffen Unger (Alzey-Land), sowie die Wahlheimer Erste Beigeordnete Annette Jacob dankten auch im Namen aller Anwesenden den Geehrten herzlich für das geleistete Engagement und betonten, dass es wichtig sei, dass solch engagierte Persönlichkeiten das gute Zusammenleben in den Gemeinden fördern. Bei der Feierstunde mit dabei waren auch die weiteren Bürgermeister bzw. Beigeordneten der Ortsgemeinden und Städte der Geehrten und die Initiator*innen der Auszeichnung.
Die musikalische Umrahmung hatte einmal mehr das Gitarrentrio „Les Trois“ der Kreismusikschule Alzey-Worms übernommen. Mit schwungvollen Werken aus unterschiedlichen musikalischen Epochen begeisterten Sybille Petry, Susanne Petry und Jonas Blos die Gäste.
