Leitstelle für Brand- und Katastrophenschutz, Jobfüxe und Haushaltsgenehmigung Themen im Kreisausschuss
Landkreis Bad Kreuznach in Vereinbarung über Leitstelle aufgenommen
Der Landkreis Alzey-Worms gehört neben den Städten Mainz und Worms sowie den Landkreisen Bad Kreuznach und Mainz-Bingen zum Rettungsdienstbereich Mainz, in dem es aktuell eine vorübergehende Leistelle für den Brand- und Katastrophenschutz an drei Standorten gibt. Seit der Kreistag Alzey-Worms 2017 und 2024 Vereinbarungen zur Schaffung einer neuen Leitstelle zugestimmt hat, wurde der Landkreis Bad Kreuznach in den Rettungsdienstbereich Mainz integriert und soll nun in die Vereinbarung aufgenommen werden. Der Kreisausschuss votierte einstimmig für eine aktualisierte Vereinbarung, gemeinsam eine Leistelle in Mainz-Weisenau zu planen und zu bauen.
Die Kosten für die technische Einrichtung der Leitstelle trägt das Land. Die Baukosten in Höhe von rund 36,5 Mio. Euro teilen sich die beteiligten Landkreise und Städte entsprechend ihrer Einwohnerzahl. „Mit der Aufnahme des Landkreises Bad Kreuznach reduziert sich unser Anteil an den jährlichen Kosten von 19 auf 16,25 Prozent“, erklärte Landrat Heiko Sippel. Die Kosten für den Landkreis Alzey-Worms werden im Haushaltsjahr 2026 auf rund 172.300 Euro geschätzt. Das Errichten und bauliche Unterhalten der Leitstelle zählt zu den Pflichtaufgaben des Kreises.
Projekt Jobfüxe wird fortgesetzt
Ebenfalls einmütig stimmten die Mitglieder des Kreisausschusses dafür, das Projekt Jobfüxe an der Gustav-Heinemann-Realschule plus und Fachoberschule in Alzey sowie der Erich-Kästner-Realschule plus in Wörrstadt um ein weiteres Jahr zu verlängern. Voraussetzung ist die Förderung der Projekte vonseiten des Europäischen Sozialfonds Plus und des Landes Rheinland-Pfalz. „Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag für die Fachkräftesicherung“, betonte Sippel.
Seit 2004 unterstützen die Jobfüxe Schülerinnen und Schüler der 7. bis 10. Klasse im Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf an den damaligen Hauptschulen in Alzey und Wörrstadt. Das Projekt soll Ausbildungsabbrüchen vorbeugen und den jungen Menschen Perspektiven aufzeigen. „Manche Jugendliche erfahren keinen familiären Rückhalt bei der Berufsorientierung. Die Jobfüxe erfüllen hier eine wichtige, ergänzende Rolle“, unterstrich Sippel. Der Landkreis finanziert 40 Prozent der insgesamt zwei Vollzeitstellen aus Eigenmitteln.
Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion genehmigt Haushalt für 2026
Zudem informierte Landrat Sippel die Gremienmitglieder darüber, dass die Kommunalaufsicht der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion den Haushalt des Landkreises sowie die Wirtschaftspläne des Abfallwirtschaftsbetriebs und des Kreiskrankenhauses für das Jahr 2026 genehmigt hat.