Saatkrähen: Vergrämung an der Gustav-Heinemann-Realschule Plus in Alzey genehmigt
Hintergrund der Vergrämung ist eine erneute und zunehmende Ansiedlung von Saatkrähen in der Baumreihe entlang der Dr.-Georg-Durst-Straße. Bereits im Frühjahr 2025 waren in den Bäumen auf dem Parkplatz im Bereich vor der Sporthalle der Gustav-Heinemann-Realschule plus in einzelnen Bäumen neue Saatkrähennester entstanden. „Mit der Entstehung einer Kolonie an dieser Stelle geht eine anhaltende Verschmutzung durch Nistmaterial und Kot einher. Die starke Verschmutzung beeinträchtigt insbesondere den Bereich der Bushaltestellen vor der Sporthalle sowie große Teile des angrenzenden Schulhofs und stellt damit eine erhebliche Belastung für Schülerinnen und Schüler dar“, betont die zuständige Kreisbeigeordnete Stephanie Jung.
Nach der fachlichen Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung und einer umfassenden Interessenabwägung hat die SGD Süd die zeitlich befristete Ausnahmegenehmigung gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz erteilt. Diese erlaubt die Beseitigung der Fortpflanzungs- und Ruhestätten der Saatkrähe in diesem Bereich. Die vorhandenen Nester wurden bereits Ende Dezember durch eine Fachfirma für Baumpflege entfernt. Zusätzlich wurden Totholz und starke Verästelungen zurückgeschnitten, um eine erneute Ansiedlung zu erschweren. Die Maßnahmen beschränkten sich auf insgesamt acht Bäume sowie drei angrenzende Bäume im Bereich zwischen der Dr.-Georg-Durst-Straße und dem Sporthallengebäude.
Bis Ende Mai ist die Wiederbesiedlung der betroffenen Bäume durch geeignete Vergrämungsmaßnahmen - etwa durch den Einsatz von Wasserschläuchen oder ähnlichen Mitteln - zu verhindern. Dabei ist im Vorfeld sicherzustellen, dass keine Gelege beeinträchtigt werden. „Die Kreisverwaltung wird der SGD Süd fristgerecht über die durchgeführten Maßnahmen sowie deren Erfolg berichten“, betont Jung. Nach Einschätzung der Naturschutzbehörden sei nicht davon auszugehen, dass die Maßnahme den Erhaltungszustand der regionalen Saatkrähenpopulation verändere.