Austausch über Gesundheitsförderung in Kreisverwaltung - Gemeinsam stark für Prävention

Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Alzey-Worms stellte beim jüngsten Treffen der Arbeitsgemeinschaft Kommunale Gesundheitsförderung (AG KGF) verschiedene Aktionen des Kreises zu Gesundheitsthemen vor, beispielsweise die diesjährige Gesundheitskonferenz zum Thema UV-Schutz, die Kampagne „Watch Out“ mit begleitenden Aktionstagen im Wartbergbad und die Beteiligung am Gesundheitstag im Jobcenter. Ziel der AG KGF ist das Vernetzen Verantwortlicher für Gesundheitsförderung und Prävention aus verschiedenen Kommunen sowie der Austausch über Aktivitäten und gemeinsame Herausforderungen. „Gesundheit und Themen wie eine wohnortnahe medizinische Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft stehen immer stärker im Fokus des öffentlichen Bewusstseins. Es ist wichtig, dass wir als Kommunen einen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten und uns dabei gegenseitig unterstützen“, betonte Landrat Heiko Sippel.

Die Leiterin des Gesundheitsamtes Berit Kohlhase-Griebel erklärte: „Im Gesundheitsamt sind uns auch Themen wichtig, die nicht im Pflichtprogramm stehen, sondern die Prävention betreffen.“

Die Teilnehmenden des Treffens tauschten sich darüber aus, wie Bürgerinnen und Bürger im Alltag beispielsweise über die sozialen Medien oder Informationsveranstaltungen erreicht werden können, sammelten in Kleingruppen Ideen für künftige Aktionen und entwickelten diese weiter. Laila Bayyoud, Ärztin im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung, zeigte auf, wie bereits vorhandene Ressourcen für das Planen von Informationsveranstaltungen genutzt werden können. „Neben der notwendigen Einsatzbereitschaft sind Interessenschnittmengen mit anderen Akteuren hilfreich“, erklärte Bayyoud. Am Beispiel der regionalen Gesundheitskonferenz im Landkreis Alzey-Worms zum Thema UV-Schutz veranschaulichte Laila Bayyoud, wie die Themen Klima und Gesundheit miteinander verbunden sind und wie die Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für die schädliche Strahlung gelingen kann.

Die Arbeitsgemeinschaft startete am 10. Oktober 2023 mit einer Kick-off-Veranstaltung. 2024 wurde anschließend eine Testphase von zwei Jahren ins Leben gerufen. Die Moderatorinnen des Treffens Sabine Köpke und Silke Wiedemuth von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V./Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit RLP erklärten: „Eine Weiterführung des Formats im nächsten Jahr ist geplant.“ Aktuell sind 16 Landkreise und sechs kreisfreie Städte darin vertreten. Seit der Kick-off-Veranstaltung traf sich die Arbeitsgemeinschaft bereits vier Mal in Präsenz in den Mitgliedskommunen Trier-Saarburg, Speyer, Mayen-Koblenz sowie bei weiteren digitalen Treffen. Gefördert wird das Netzwerk vom GKV-Bündnis für Gesundheit, dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz sowie der Unfallkasse Rheinland-Pfalz.